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Telekom will "EM 2024 nicht verstecken"

11.12.2019

Bonn (SID) - Rechteinhaber Telekom will bei der Fußball-EM 2024 in Deutschland mehr Liveübertragungen von Spielen  als vorgeschrieben im Free-TV ermöglichen. "Wir werden die EM nicht verstecken", sagte Sportmarketing-Leiter Henning Stiegenroth vom Telekom-Streamingdienst Magenta Sport in einem Interview der Sport Bild.

Aufgrund des Rundfunkstaatsvertrages muss die Telekom bei der Heim-EM das Eröffnungsspiel sowie alle Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft, die Halbfinals und das Endspiel frei zugänglich halten. Alle übrigen Spiele könnten zumindest theoretisch lediglich gegen Gebühr bei kostenpflichtigen Pay-TV-Sendern wie Sky und Eurosport oder bei Magenta-Konkurrenten im Streamingbereich wie DAZN, Amazon oder Netflix live zu verfolgen sein.

Laut Stiegenroth allerdings hat die Telekom bereits Gespräche mit Free-TV-Sendern wir ARD, ZDF und RTL über den Erwerb von Sublizenzen an dem Turnier aufgenommen. "Auch wenn wir die Auflagen selbst erfüllen könnten: Wir suchen Partner und wollen mit ihnen zusammen die EM zu einem Mega-Event machen."

Einem weiteren Ausbau der Sportinhalte seiner hauseigenen Übertragungsplattform durch zusätzliche Fußballrechte neben der 3. Liga steht Stiegenroth aufgeschlossen gegenüber. "Wir entscheiden nach strengen wirtschaftlichen Faktoren. Es muss nicht unbedingt die 1. Liga sein. Die 2. Liga würde zu unserem Ansatz, den wir bei der 3. Liga verfolgen, passen", sagte der 54-Jährige.

Zur Saison 2021/22 schreibt die Deutsche Fußball Bundesliga (DFL) die Rechte für die beiden höchsten Spielklassen neu aus. Derzeit berichten die Bonner außer über die 3. Liga auch live über die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Basketball-Bundesliga.

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