AFP, Thomas Frey

Sicherheitschecks bei Großveranstaltungen wird Thema bei Innenministerkonferenz

09.06.2017

Berlin (AFP) - Die ab Montag in Dresden tagende Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern will auch Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern bei Großveranstaltungen erörtern. Der rheinland-pfälzische Ressortchef Roger Lewentz (SPD) werde das Thema bei der dreitägigen IMK als Reaktion auf den Terrorverdacht beim Festival "Rock am Ring“ einbringen, berichtete die Zeitung "Die Welt" am Freitag.

Demnach soll etwa geprüft werden, ob künftig alle Beschäftigten auf einem Festivalgelände einen Ausweis mit Foto tragen müssen: Die beiden verdächtigen Syrer, die bei einer Aufbaufirma für "Rock am Ring" tätig waren, hatten lediglich Bändchen bekommen. Die Behörden seien bisher darauf angewiesen, dass die von den Veranstaltern übermittelten Daten vertrauenswürdig sind. Dies sei laut dem Mainzer Innenministerium ein Problem. Dort heißt es demnach: "Es gibt falsche Schreibweisen, manche Namen werden aber auch bewusst gefälscht."

In Bayern kooperiert die Polizei laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest regelmäßig eng mit den Veranstaltern. Diese würden mit Einwilligung des Betroffenen Personendaten erheben, die dann mit polizeilichen Daten abgeglichen würden. "So wollen wir schwarze Schafe von vornherein erkennen und fernhalten", wurde Herrmann zitiert.

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