AFP, Swen Pförtner

Mehr Ausländer unter Gasthörern an deutschen Hochschulen

08.06.2017

Wiesbaden (AFP) - Unter den Gasthörern an den deutschen Hochschulen sind immer mehr Ausländer. Die Zahl der ausländischen Gaststudenten erhöhte sich im vergangenen Wintersemester im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 4900, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Darunter waren demnach 1600 Syrer, ihre Zahl vervierfachte sich damit. Der Ausländeranteil unter allen Gasthörern stieg von neun auf 13 Prozent.

Die Gesamtzahl der Gasthörer erhöhte sich im Vergleich zum Wintersemester 2015/2016 um sechs Prozent auf 36.900. Die Zahl der deutschen Gaststudenten stieg dabei nur minimal um ein Prozent. Vor allem die ausländischen Gaststudenten sorgten auch dafür, dass sich das Durchschnittsalter aller Gasthörer von 53,4 auf 51,7 Jahre verringerte.

Entscheidend dafür war vor allem der von ausländischen Studenten getragene Anstieg der Gasthörer bei den unter 20-Jährigen um 27 Prozent sowie den 20- bis 29-Jährigen um 24 Prozent. Dennoch war auch im Wintersemester 2016/2017 jeder zweite Gaststudent älter als 60 Jahre.

Der Anteil der Gasthörer an allen Studierenden ist mit 1,3 Prozent weiterhin sehr gering. An Hochschulen können Gaststudenten auch ohne formale Hochschulreife an einzelnen Kursen oder Lehrveranstaltungen teilnehmen. Eine Abschlussprüfung ist allerdings nicht möglich.

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