AFP, SAFIN HAMED

Gabriel besorgt über skeptische US-Haltung zu Freihandel

17.05.2017

Berlin (AFP) - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich besorgt über die ablehnende Haltung der USA zum geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen geäußert. Gabriel bedauerte am Mittwoch vor seiner Abreise nach Washington, dass sich die US-Regierung "nicht fest zu Freihandel bekennt". Der SPD-Politiker wird am Mittwochabend in der US-Hauptstadt erwartet. Geplant sind Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster.

Gabriel betonte, offene Märkte und ein faires, multilaterales Handelssystem nutzten allen. Die deutsche Wirtschaft sei in den Vereinigten Staaten nicht bloß Wettbewerber. "Wir schaffen durch Investition und Innovation in den USA hunderttausende Arbeits- und Ausbildungsplätze", erklärte er.

Ein weiteres Thema von Gabriels zweitem Besuch bei der Regierung von Präsident Donald Trump ist die Bekämpfung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Derzeit sorgen Enthüllungen für Unruhe, nach denen Trump Geheimdienstinformationen zum IS an die russische Regierung weitergegeben haben soll.

Gabriel reist am Donnerstag nach Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylania weiter, wo er an einer Diskussion über den wirtschaftlichen Strukturwandel teilnimmt. Ab Donnerstagabend wird er in Mexiko erwartet. Das Land ist im kommenden Jahr bei der Hannover-Messe zu Gast.

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