(obr/spot), ARD Degeto/Conny Klein

Jasmin Gerat: "Mir fehlt das Rampensau-Gen"

12.03.2020

Premiere für Jasmin Gerat (41): Die Schauspielerin gibt am Donnerstagabend ihren Einstand im "Kroatien-Krimi" im Ersten. Als unkonventionelle Kommissarin Stascha Novak stößt sie in "Der Kroatien-Krimi: Tote Mädchen" (12.3., 20:15 Uhr) neu zum Team dazu. Für Neda Rahmanian (41), die als eigenwillige Kommissarin Branka Maric die beliebte Krimireihe prägte, ist "Tote Mädchen" dagegen der letzte Einsatz in Split.

"Es ist ein gutes Gefühl, in ein Projekt einzusteigen, dass filmisch ein so hohes Niveau hat", freut sich Gerat im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news über ihren neuen Job. Es ist nicht ihre erste Rolle als Kommissarin...

Sie standen unter anderem schon für "Soko Köln" oder die Serie "The Team" als Kommissarin vor der Kamera. Hat es Ihnen dieses Genre besonders angetan?

Jasmin Gerat: Scheinbar bringe ich etwas mit, das andere mit einer toughen Kommissarin assoziieren.

Sie lösen Neda Rahmanian als Hauptermittlerin ab. Wie schwer ist es, in ein bestehendes Team einzusteigen?

Gerat: Ich hatte großen Respekt, weil das Format ja wirklich sehr gut funktioniert hat, und Neda und ihre Kollegen die Latte hoch gehängt haben. Gleichzeitig ist es ein gutes Gefühl, in ein Projekt einzusteigen, dass filmisch ein so hohes Niveau hat und mir die Chance gibt, mit Stascha Novak eine völlig neue Figur zu etablieren.

Wie unterscheidet sich "Der Kroatien-Krimi" von den zahlreichen anderen Krimiserien im Fernsehen?

Gerat: Das Besondere sind seine landestypischen und kulturellen Einflüsse, durch die alle unsere Kriminalfälle geprägt sind.

Sie haben mütterlicherseits tatsächlich kroatische Wurzeln. War Ihnen das Land schon vor den Dreharbeiten vertraut?

Gerat: Nein, es war eine Premiere und ich kann es kaum erwarten, dass es in drei Wochen schon wieder mit den Dreharbeiten in und um Split weitergeht.

Wie vereinbaren Sie die Dreharbeiten in Split mit Ihrem Familienleben? Sie sind ja nicht nur Schauspielerin, sondern haben auch zwei Töchter.

Gerat: Es ist bei jedem Projekt aufs Neue eine Herausforderung und ein Balanceakt, wie wahrscheinlich bei den meisten Familien. Aber es klappt immer irgendwie und ich bin jedes Mal fasziniert, dass mein organisatorisches Tetris tatsächlich aufgeht!

Angefangen haben Sie als "Bravo TV"-Moderatorin, denken Sie gerne an diese Zeit zurück?

Gerat: Ja, sehr gerne! Es war eine wilde und aufregende Zeit, die ich wie im Rausch erlebt habe. Deswegen genieße ich auch das musikalische 90er-Revival besonders!

Nervt es Sie, wenn Sie heute darauf noch angesprochen werden?

Gerat: Manchmal! Es könnte daran liegen, dass ich Journalisten den Beginn meiner Karriere nun schon seit 26 Jahren erzähle.

Käme denn ein Moderationsjob 20 Jahre später für Sie noch in Frage?

Gerat: Wenn die Kohle stimmt... Nein, im Ernst - ich liebe es, mich hinter meinen Figuren verstecken zu können und mir fehlt als erwachsene Frau inzwischen einfach dieses Rampensau-Gen, dass du brauchst, um auf einer Bühne als Alphatier zu entertainen.

Sie haben sich längst als Schauspielerin in Kino und TV etabliert. Wie schwer war es anfangs für Sie, als Schauspielerin Fuß zu fassen?

Gerat: Meine Oma hat gesagt: Jassy, mit Geduld und Spucke wird das was! Ich bin dankbar, dass ich unbeirrt meinen ganz eigenen Weg verfolgen konnte und man mir immer spannendere Rollen zutraut.

Gibt es eine Rolle, die Sie unbedingt noch spielen wollen?

Gerat: Es gibt vor allem Regisseure und Regisseurinnen, mit denen es ein Traum wäre zu arbeiten. Um nur zwei zu nennen: Fatih Akin und Doris Dörrie.

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