AFP, STR

Zwei Touristen aus der Türkei und Schweden bei Erdbeben in der Ägäis getötet

21.07.2017

Theologos (AFP) - Bei dem Erdbeben in der Ägäis-Region sind mindestens zwei Touristen ums Leben gekommen. Nach ersten Polizeiinformationen von Freitag kamen die Opfer aus der Türkei und Schweden. Weitere Informationen zur Identität der Toten lagen zunächst nicht vor. Rund 120 weitere Menschen wurden durch das schwere Beben verletzt, fünf von ihnen schwer, wie es aus Diplomatenquellen hieß. 

Die beiden Touristen waren in einem belebten Viertel der Stadt Kos auf der gleichnamigen Insel unterwegs, als sie vermutlich durch eine einstürzende Mauer einer Bar oder herabstürzende Steine anderer alter Gebäude getroffen wurden. Die fünf Schwerverletzten wurden laut Diplomatenangaben in ein Krankenhaus in Heraklion auf Kreta gebracht.

Auch die Sachschäden auf Kos durch das Beben, das sich um 01.31 Uhr Ortszeit ereignete, seien enorm, zitierte die Nachrichtenagentur Ana den Bürgermeister von Kos, Giorgios Kyritsis.

Der Hafen von Kos wurde vorläufig geschlossen. Auch der Fährverkehr nach Kos war vorübergehend eingestellt. Das Auswärtige Amt in Berlin warnte, mit vorübergehenden Beeinträchtigungen der Infrastruktur und Verspätungen bei Luft- und Fährverkehr müsse gerechnet werden. Reisenden werde empfohlen, sich gegebenenfalls mit ihren Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen sowie den Hinweisen und Empfehlungen der Behörden vor Ort Folge zu leisten, hieß es auf der Website des Außenministeriums.

Auch in der nahegelegenen Türkei riss das Beben in der Haupturlaubszeit zahlreiche Menschen aus dem Schlaf. Die Erdbebenwarte in der griechischen Hauptstadt Athen gab die Stärke des Bebens mit 6 an. Laut der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,7 nahe der türkischen Stadt Bodrum. In der bei Urlaubern beliebten Region im Südwesten des Landes brach die Stromversorgung teilweise zusammen. Besorgte Feriengäste flüchteten aus ihren Hotelzimmern ins Freie.

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