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AFP, DOMINIQUE FAGET

Verantwortlichen für MH17-Abschuss soll in Niederlanden Prozess gemacht werden

05.07.2017

Den Haag (AFP) - Die mutmaßlichen Verantwortlichen für den Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine sollen in den Niederlanden vor Gericht gestellt werden. Darauf einigten sich die Länder des Gemeinsamen Ermittlungsteams (JIT), wie der niederländische Außenminister Bert Koenders am Mittwoch in Den Haag mitteilte. 

Festnahmen im Zusammenhang mit dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine hat es bislang allerdings nicht gegeben. Nach Angaben der niederländischen Behörden haben die Ermittler bislang etwa hundert Menschen identifiziert, "die in dem Drama eine aktive Rolle gespielt haben". Keiner davon sei bisher festgenommen worden. Am JIT sind Belgien, Australien, Malaysia, die Niederlande und die Ukraine beteiligt. 

Flug MH17 war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgestürzt, alle 298 Insassen kamen ums Leben, darunter 196 Niederländer. Kiew und der Westen vermuten, dass prorussische Rebellen das Flugzeug mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben. Moskau sieht die Verantwortung dagegen bei der ukrainischen Armee. 

Von den Niederlanden geleitete strafrechtliche Ermittlungen kamen im vergangenen September zu dem Ergebnis, die malaysische Maschine sei über dem Gebiet der prorussischen Rebellen unter Beschuss geraten. Kurz zuvor sei eine Buk-Rakete aus Russland geliefert und der Raketenwerfer nach dem Abschuss wieder "zurück nach Russland" gebracht worden. Moskau wies die Ermittlungsergebnisse als "politisch motiviert" zurück.

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