AFP, Jens Büttner

Schwesig rät SPD zur Wahl von vier statt drei Vizechefs

06.12.2019

Berlin (AFP) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat dem Parteitag geraten, vier statt drei Vizevorsitzende zu wählen und so eine Kampfabstimmung zu vermeiden. Anstelle der geplanten drei Vizeposten solle die SPD vier stellvertretende Vorsitzende wählen, sagte Schwesig am Freitagmorgen im ZDF. Damit wäre sichergestellt, dass sowohl Juso-Chef Kevin Kühnert als auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil einen Stellvertreterposten bekämen.

Andernfalls käme es zu einer Kampfabstimmung zwischen den beiden; für die zwei anderen Vizeposten gelten die saarländische Landesvorsitzende Anke Rehlinger und die Brandenburgerin Klara Geywitz als gesetzt.

Mit Blick auf Kühnert und Heil sagte Schwesig: "Ich finde, dass die neue Parteispitze beide Köpfe braucht." Kühnert "vertritt die junge Generation in unserer Partei und sollte in der Parteispitze dabei sein", sagte sie. Heil sei "ein starker Arbeits- und Sozialminister, der für uns die Grundrente durchgeboxt hat". Deswegen sage sie "ganz klar: Warum können wir nicht vier Stellvertreter haben?"

Der Parteivorstand empfahl den Delegierten am Donnerstag, Rehlinger und Geywitz zu Vizevorsitzenden zu wählen. Für den dritten Vizeposten machte das Gremium hingegen keinen Wahlvorschlag. Bislang hatte die SPD sechs Vizevorsitzende.

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