AFP, TOBIAS SCHWARZ

Russland verweigert Seppelt erneut die Einreise

17.09.2018

Köln (SID) - Russland hat dem ARD-Doping-Experten Hajo Seppelt erneut die Einreise verweigert. "Mir wurde von einer Visaagentur mitgeteilt, dass kein Visum für eine Einreise ausgestellt worden ist", teilte Seppelt dem SID mit: "Eine Angabe von Gründen für die Ablehnung des Antrags durch die russische Botschaft gab es nicht. Ich gehe daher davon aus, weiter auf einer Liste unerwünschter Personen zu stehen."

Bereits im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft war Seppelt das Visum verweigert worden. Hintergrund hierfür war offenbar die durch Seppelts Film "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" ins Rollen gebrachte Aufdeckung des russischen Staatsdopingsystems. 

Russlands Vorgehen hatte seinerzeit Wellen bis in die oberste politische Etage geschlagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den WM-Gastgeber mit Blick auf die Pressefreiheit aufgefordert, die Einreise des ARD-Journalisten zu ermöglichen. Mit Erfolg. Einen Tag nach dem Appell von Merkel bestätigte das Auswärtige Amt am 15. Mai, dass Seppelt doch ein WM-Visum erhalte.

Seppelt hatte allerdings letztlich auf die Reise nach Russland verzichtet. Grundlage der Entscheidung waren Gefährdungsanalysen von Bundessicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA), die Nachrichtendienste und das Landeskriminalamt Berlin (LKA).

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