AFP, Pavel Golovkin

Pompeo vermutet den Iran hinter Sabotageakten auf Öltanker und Pipeline

21.05.2019

Washington (AFP) - US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran als möglichen Drahtzieher der Sabotageaktionen gegen mehrere Tanker in der Golfregion und Ölanlagen in Saudi-Arabien bezeichnet. "Angesichts all der regionalen Konflikte, die wir im vergangenen Jahrzehnt beobachtet haben, und angesichts der Art der Angriffe scheint es gut möglich, dass der Iran dahinter steckt", sagte Pompeo am Dienstag dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt. Die US-Regierung könne aber noch keine "endgültigen Schlussfolgerungen" zu den Vorfällen präsentieren. 

Am Dienstag vergangener Woche waren Drohnenangriffe auf zwei Ölpumpstationen in der Nähe von Riad verübt worden. Der Ölkonzern Aramco setzte daraufhin aus Sicherheitsgründen den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline aus. Zu den Attacken bekannten sich die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland Jemen. 

Zwei Tage zuvor hatten die Behörden der benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Sabotageakte gegen zwei Öltanker aus Saudi-Arabien und zwei weitere Schiffe aus den Emiraten und Norwegen vor ihrer Golfküste gemeldet. Wer dahinter steckte, blieb zunächst unklar. Saudi-Arabien und die Emirate sind Verbündete der USA und beide mit dem Iran verfeindet.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzte sich zuletzt immer weiter zu. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran am Sonntag mit Auslöschung. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein", schrieb der US-Präsident auf Twitter. Zuvor hatten die USA wegen angeblicher Angriffspläne des Iran Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Golfregion verlegt.

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