AFP, OLI SCARFF

Polizei: Mordanschlag auf Ex-Spion in Großbritannien mit Nervengift

07.03.2018

London (AFP) - Auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal ist nach Erkenntnissen der britischen Polizei ein Mordanschlag mit einem Nervengift verübt worden. Skripal und seine Tochter seien in England Opfer eines "Mordversuchs durch Anwendung eines Nervenkampfstoffs" geworden, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, am Mittwoch in London. Genauere Angaben zu dem eingesetzten Stoff machte er zunächst nicht.

Der frühere russische Geheimagent Skripal und seine Tochter waren am Sonntag bewusstlos auf einer Bank vor einem Einkaufszentrum im englischen Salisbury südwestlich von London gefunden worden. Der 66-jährige Ex-Doppelagent und seine 33-jährige Tochter wurden in ein Krankenhaus eingeliefert und schweben in Lebensgefahr.

Die britische Anti-Terroreinheit übernahm die Ermittlungen, der britische Außenminister Boris Johnson kündigte eine "angemessene und robuste" Antwort seiner Regierung an, sollte ein Staat hinter der Attacke stecken und nannte in diesem Zusammenhang Russland. Moskau erklärte, über keinerlei Informationen über den "tragischen" Vorfall zu verfügen.

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