AFP, DANIEL LEAL-OLIVAS

Meghan nach angekündigtem Rückzug von royalen Pflichten nach Kanada abgereist

10.01.2020

London (AFP) - Nach der Ankündigung von Prinz Harry und Meghan, sich von ihren royalen Pflichten zurückzuziehen, ist die US-stämmige Herzogin von Sussex nach Nordamerika gereist. "Ich kann Berichte bestätigen, dass die Herzogin in Kanada ist", sagte eine Sprecherin des Paares am Freitag in London der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die Zeitung "Daily Mail" berichtet, dass Meghan bereits am Donnerstag nach Kanada geflogen sei, um dort ihren acht Monate alten Sohn Archie wiederzusehen.

Harry und Meghan hatten am Mittwochabend angekündigt, sich aus der ersten Reihe der Royals zurückzuziehen. "Wir wollen als 'ranghohe' Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten und arbeiten, um finanziell unabhängig zu werden", erklärten Harry, Sechster in der britischen Thronfolge, und seine Frau. Sie wollen demnach künftig abwechselnd im Vereinigten Königreich und in Nordamerika leben. Vor ihrer Ehe mit Harry hatte Meghan in Kanada als Schauspielerin der Anwaltsserie "Suits" gelebt.

Medienberichten zufolge hatte das Paar die britische Königin Elizabeth II. und Harrys Vater Thronfolger Charles vorab nicht in ihre Entscheidung eingebunden. Harry und Meghan ernteten in den Medien viel Kritik, ihnen wurden Egoismus und Heuchelei vorgeworfen.

Zwischen den Jahren hatten Harry und Meghan mit Archie bereits sechs Wochen "private Familienzeit" in Kanada verbracht, statt Weihnachten traditionsgemäß mit der königlichen Familie auf dem Landsitz Sandringham zu feiern. In dieser Zeit fällte das Paar offenbar seinen Entschluss, sich vom Königshaus zu lösen.

Offiziell äußerte der Palast Verständnis für "ihren Wunsch, einen anderen Weg einzuschlagen". Es handele sich jedoch um "komplizierte Fragen, die zu regeln Zeit braucht". Die Queen mahnte Medienberichten zufolge eine schnelle "Lösung" an. Elizabeth II., Charles und Harrys älterer Bruder William hätten gefordert, diese "binnen Tagen, nicht Wochen" auszuarbeiten, berichteten die britische Nachrichtenagentur PA und der Sender Sky News unter Berufung auf einen Vertreter des Buckingham-Palastes.

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