AFP, Aris Oikonomou

Juncker kündigt im Falle von US-Strafzöllen auf Autos Gegenzölle an

31.08.2018

Berlin (AFP) - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat für den Fall von US-Strafzöllen auf Autos Gegenzölle angekündigt. Wenn US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Autos erhebe, "dann passiert, dass wir das auch tun", sagte Juncker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Trump hatte der Nachrichtenagentur Bloomberg zuvor gesagt, das Angebot zur Aufhebung gegenseitiger Autozölle sei "nicht gut genug".

Der US-Präsident reagierte damit auf ein Angebot von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström - sie hatte kurz zuvor erklärt, die EU sei bereit, ihre "Autozölle auf null zu reduzieren", wenn die USA dasselbe täten.

Bei einem Treffen in Washington Ende Juli hatten Trump und Juncker sich auf Schritte zur Beilegung des Handelsstreits verständigt. Sie vereinbarten, über die Annullierung sämtlicher Zölle und sonstiger Handelsbarrieren sowie aller Subventionen für industriell gefertigte Waren zu verhandeln. Während der Dauer dieser Verhandlungen wollen die USA keine Strafzölle auf Autos erheben, versicherte die Regierung in Washington. Die EU-Seite geht davon aus, dass die Autozölle auf jeden Fall bis Ende November vom Tisch sind. 

Juncker betonte im ZDF, er habe sich mit Trump "auf einen Waffenstillstand geeinigt, was neue zusätzliche Autozölle anbelangt." Waffenstillstände seien "manchmal in Gefahr, aber sie werden eingehalten". Den Vorwurf, er habe bei dem Treffen nicht gut genug verhandelt, wies Juncker zurück: "Man hat mir nicht gut genug zugehört", sagte er.

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