AFP, David J. Phillip

Endgültiger Abschied der USA von Ex-Präsident Bush senior

06.12.2018

College Station (AFP) - Nach viertägigen Trauerfeiern ist der verstorbene US-Präsident George H. W. Bush beigesetzt worden. Der 41. US-Präsident wurde am Donnerstag in College Station im Bundesstaat Texas im Kreise seiner Familie bestattet, wie ein Sprecher mitteilte. Er ruht nahe der nach ihm benannten Präsidentenbibliothek an der Seite seiner im April verstorbenen Frau Barbara und seiner im Alter von nur drei Jahren an Leukämie gestorbenen Tochter Robin.

Zuvor war der am vergangenen Freitag im Alter von 94 Jahren verstorbene Bush zum Abschluss der Trauerzeremonien in seiner Heimatstadt Houston geehrt worden. In einem Begräbnisgottesdienst würdigte der frühere Außenminister James Baker seinen langjährigen Freund als "einen der ausgezeichnetsten Präsidenten unserer Nation". Bush habe die Werte seines Landes verkörpert.

"Er hatte den Mut eines Kriegers", sagte der 88-jährige Baker, der Bush als Außenminister gedient hatte, in seiner Rede. "Aber wenn es Zeit zur Vorsicht war, hatte er immer den noch größeren Mut eines Friedensstifters." Während seiner Rede musste Baker immer wieder gegen Tränen ankämpfen.

An dem Begräbnisgottesdienst in der St. Martin Kirche in Houston nahmen Familienangehörige und enge Bekannte des Verstorbenen teil. Die Familie Bush geht seit Jahrzehnten regelmäßig in die Kirche.

Nach dem Gottesdienst wurde Bushs von einer US-Fahne bedeckter Sarg mit einem Sonderzug zum Gelände der Gedächtnisbibliothek für den Ex-Präsidenten in College Station gefahren. Zahlreiche Menschen mit US-Flaggen säumten die Zugstrecke, um von Bush Abschied zu nehmen. Die Lokomotive in den Farben des Präsidentenflugzeugs Air Force One trug die Aufschrift "George Bush 41".

Die Beisetzung fand dann im kleinen Kreis statt. "Der 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Herbert Walker Bush, hat seine letzte Ruhestätte erreicht", schrieb sein Sprecher Jim McGrath im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Bushs Leichnam war am Vortag von Washington nach Houston zurückgeflogen worden. In der US-Hauptstadt war Bush mit einem Staatsakt geehrt worden. An der Abschiedszeremonie in der Nationalen Kathedrale nahmen Staatenvertreter aus der ganzen Welt teil, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania waren anwesend, ebenso wie die früheren Präsidenten Barack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter mit ihren Ehefrauen. 

Der älteste Sohn des Verstorbenen, der frühere Präsident George W. Bush, hielt die Hauptrede bei der nationalen Trauerfeier und beschrieb seinen Vater als "Gentleman", der das Präsidentenamt mit "Würde und Ehre" ausgeübt habe.

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