AFP, Marijan Murat

Deutsche Schüler schneiden bei Pisa-Studie schlechter als zuletzt ab

03.12.2019

Berlin (AFP) - Die deutschen Schüler haben bei der neuen Pisa-Studie der OECD in den drei untersuchten Kompetenzfeldern Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften schlechter abgeschnitten als zuletzt. Zwar lagen die getesteten Mittelstufenschüler aus Deutschland nach den am Dienstag vorgestellten Ergebnissen über dem Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie büßten aber überall im Vergleich zum Pisa-Test 2015 Punkte ein.

Die Leseleistungen der deutschen Schüler sanken nach Verbesserungen in den vorherigen Pisa-Tests wieder auf das Niveau von 2009. Statistisch sei der Rückgang aber nicht belastbar, erklärte die OECD.

In den Naturwissenschaften ging die mittlere Punktzahl jedoch sogar auf den niedrigsten seit 2006 gemessenen Wert zurück, in Mathematik lagen die Ergebnisse deutlich unter dem Pisa-Test von 2012. Da sich der Leistungsrückgang bereits 2015 abzeichnete, sei eine breitere Ursachensuche nötig.

Der Pisa-Test wird alle drei Jahre erstellt. Die besten Ergebnisse erzielten Schüler aus vier berücksichtigten chinesischen Provinzen, gefolgt von denen aus Singapur. Als bester europäischer Staat steht Estland mit seinen Schülern auf Platz fünf, Deutschland landete mit einem großen Abstand auf die stärksten Länder auf Rang 20 von 77 teilnehmenden Staaten.

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