AFP, Alexander Heinl

Dax bricht um mehr als drei Prozent ein

06.12.2018

Frankfurt/Main (AFP) - Die Sorge über eine erneute Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China hat die Börsenkurse auf Talfahrt geschickt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor am Donnerstag 3,48 Prozent und schloss bei 10.810,98 Punkten. Damit fiel der Index auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember 2016. 

Auf die Stimmung der Anleger schlug dabei vor allem die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei in Kanada auf Betreiben der USA. Die Festnahme hatte bereits zu Kurseinbrüchen insbesondere von Technologieunternehmen an den asiatischen Börsen geführt. Auch an den Handelsplätzen in London, Paris und Mailand gaben die Kurse am Donnerstag um mehr als drei Prozent nach. Die Wall Street in New York eröffnete am Donnerstag ebenfalls deutlich im Minus.

Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou war am Wochenende in Vancouver festgenommen worden, wie das kanadische Justizministerium am Mittwoch mitgeteilt hatte. Medienberichten zufolge verdächtigen die USA den Konzern, gegen die US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben. 

Trotz der jüngsten Vereinbarung von Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires auf einen Waffenstillstand in ihrem Handelskonflikt könnte die Festnahme die Beziehungen zwischen Peking und Washington erneut belasten. 

Huawei ist einer der weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsausrüstung und Dienstleistungen in dem Bereich. Dieses Jahr überholte der chinesische Konzern den US-Konzern Apple als zweitgrößter Smartphone-Hersteller der Welt und ist Marktführer Samsung auf den Fersen. In mehreren Ländern wird Huawei allerdings eine zu große Nähe zur chinesischen Führung und zu den Sicherheits- und Geheimdiensten des Landes vorgeworfen.

© Copyright AFP Agence Fance-Press GmbH

Wir versuchen Dich anzumelden...

Kostenlos mails versenden?

Dann loggen Sie sich hier ein: