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Hattrick von Adamjan: 0:5-Blamage des HSV gegen Regensburg

23.09.2018

Hamburg (SID) - Historische Blamage statt Tabellenführung: Nach einer desaströsen Leistung hat der Hamburger SV im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr einen üblen Dämpfer hinnehmen müssen. Vor 42.000 maßlos enttäuschten Zuschauern verloren die Hanseaten ihr Heimspiel gegen Außenseiter Jahn Regensburg auch in dieser Höhe verdient mit 0:5 (0:3), anstatt wie geplant den sechsten Pflichtspielsieg in Serie einzufahren.

"Beängstigend war, wie wir heute verteidigt haben", sagte HSV-Trainer Christian Titz bei Sky: "Die Spieler haben jetzt durch die Englische Woche die Chance, das schnell wieder geradezurücken. Wir müssen dieses Spiel sacken lassen und dann natürlich aufarbeiten."

Strahlender Matchwinner für die Gäste war Stürmer Sargis Adamjan. Dem armenischen Nationalspieler gelang bereits in der ersten Halbzeit binnen 24 Minuten ein Hattrick, von diesem Schock erholten sich die Norddeutschen nicht mehr. Schon kurz nach dem vierten Gegentor verließen die ersten Besucher das Volksparkstadion, für Regensburg war dieser Triumph der erste Auswärtssieg seit fünf Monaten.  

Bezeichnend war, wie kläglich Aaron Hunt noch vor dem Seitenwechsel die Chance auf ein erstes Tor für den HSV vergab. Mit einem erbärmlich schwach getretenen Foulelfmeter scheiterte der Hamburger Kapitän in der 41. Minute an Jahn-Torhüter Philipp Pentke.

"Der Elfer war schlecht, da muss man ehrlich sein. Aber auch fast jeder Schuss des Gegners war ein Treffer. So können wir nicht verteidigen - auch in der zweiten Liga nicht. Das müssen wir alle dringend abstellen, die Probleme sind ja nicht neu", sagte Hunt am Sky-Mikrofon.

Dessen Gegenüber Julian Pollersbeck leitete in der elften Minute das HSV-Debakel ein. Der U21-Europameister verstolperte einen Rückpass von Gotoku Sakai, Adamjan traf ein erstes Mal. Auch bei den Treffern zwei und drei in der 21. und 35. Minute half die Defensive der Platzherren kräftig mit. Für das 0:4 sorgte Marcel Correia (53.), den Endstand stellte Jann George (75.) her.

Trainer Titz hatte seine Startformation gegenüber dem Nachholspiel in Dresden auf sechs Positionen verändert. Dies sorgte in den ersten 45 Minuten fast für Chaos in den Hamburger Reihen. In dieser Verfassung dürfte der Bundesliga-Absteiger auch im Stadtderby in genau einer Woche gegen den FC St. Pauli chancenlos sein. 

Nach dem Seitenwechsel versuchte der Coach, durch die Einwechslung von Pierre-Michel Lasogga, das sportliche Unheil doch noch abzuwenden. Doch die erste Torchance nach Wiederbeginn gehörte wieder Regensburg: Adamjan traf mit einem Distanzschuss (48.) den linken Außenpfosten.

Auch in der Folgezeit fanden die Gastgeber nicht mehr in die Partie. Das Team von Trainer Achim Beierlorzer war ballsicherer und kombinationsstärker und hätte weitere Tore erzielen können. Titz vergrub bei diesen Situationen mehrfach sein Gesicht zwischen den Händen.

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