AFP, Soeren Stache

Sicherheitsbehörden sind knapp 700 islamistische Gefährder bekannt

21.07.2017

Frankfurt/Main (AFP) - Die deutschen Sicherheitsbehörden haben derzeit knapp 700 islamistische Gefährder im Blick. Es seien rund 690 bekannt, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, der "Frankfurter Rundschau" vom Freitag. Von ihnen gehe die größte Gefahr für einen terroristischen Anschlag aus. 

Das BKA sieht laut Münch zudem "im rechten Spektrum durchaus das Risiko, dass sich terroristische Strukturen bilden können". Das Thema Zuwanderung habe in den vergangenen zwei Jahren zu "einer erkennbaren Radikalisierung der Szene" beigetragen. Die immense Zahl von Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte unterstreiche das.

Die Gefahren durch Linksextremisten stuft Münch dagegen als geringer ein. Bei den Gefährdern gingen die Länder bislang im linken Spektrum "von einer Größenordnung aus, die man einer Hand abzählen kann". Im rechten Bereich sei es eine niedrige zweistellige Zahl. Zuletzt hatten die Krawalle am Rande des G20-Gipfels in Hamburg eine Debatte über die Gefahr durch Linksextremismus ausgelöst.

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