AFP, Monika Skolimowska

Martin Dulig als sächsischer SPD-Chef wiedergewählt

27.10.2018

Dresden (AFP) - Rund ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen ist SPD-Landeschef Martin Dulig in seinem Amt bestätigt worden. Auf einem Landesparteitag in Dresden wurde der 44-Jährige am Samstag mit knapp 84 Prozent der Stimmen wiedergewählt. In seiner Rede warb Dulig für mehr Zuversicht. Der Weg werde nicht leichter werden, prophezeite Sachsens Wirtschaftsminister. "Was uns trägt, ist unsere Zuversicht, die unser Land verdient hat und dringend braucht."

Der größte Gegner seien nicht die anderen Parteien, sondern die Angst, fügte Dulig hinzu. Daher müsse aber auch über den Umgang mit der AfD geredet werden, "weil sie die Angstmaschine in der Gesellschaft ist, aus deren Geiselhaft wir uns befreien müssen".

Dulig wird die sächsische SPD voraussichtlich auch wieder als Spitzenkandidat in den kommenden Landtagswahlkampf führen. Der Spitzenkandidat wird erst im nächsten Jahr gekürt. 

In Sachsen wird am 1. September 2019 ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen lag die SPD im Freistaat zuletzt bei rund elf Prozent; die derzeit regierende schwarz-rote Koalition hätte im Moment keine Mehrheit mehr. Die AfD liegt in den aktuellen Umfragen als zweitstärkste Kraft hinter der CDU.

Die Sozialdemokraten regieren in Sachsen seit 2014 gemeinsam mit den Christdemokraten. Dulig ist Wirtschaftsminister im Kabinett von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und zugleich Vize-Regierungschef.

Der Diplompädagoge und sechsfache Vater ist seit dem Jahr 2009 SPD-Landesvorsitzender. Seit 14 Jahren sitzt er im Landtag, wo er im Jahr 2007 auch den Fraktionsvorsitz übernahm. Vor kurzen übernahm Dulig zudem das Amt des Ostbeauftragten in der Bundespartei, um den neuen Ländern wieder mehr Gehör zu verschaffen.

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