AFP, Karl-Josef Hildenbrand

Ermittlungen im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach bereits in neun Bundesländern

07.12.2019

Düsseldorf (AFP) - Im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach ermittelt die Polizei gegen immer mehr Tatverdächtige. Wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, hat die federführende Polizei Köln mittlerweile 31 Beschuldigte identifiziert. 16 kommen demnach aus Nordrhein-Westfalen, 15 aus acht weiteren Bundesländern. Sie werden verdächtigt, Kinder und Jugendliche missbraucht zu haben. 

"Das Verfahren hat gewaltige Dimensionen. Meines Wissens gibt es bisher nichts Vergleichbares in Deutschland", sagte Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob der Zeitung. Darüber hinaus hätten die Ermittler in dem Fall auch Verbindungen ins benachbarte Ausland gefunden. Die Polizei stellte bisher 3300 Datenträger und 4400 Asservate sicher.

Koordiniert durch das Kölner Polizeipräsidium arbeiten derzeit mehr als 300 Beamte in neun nordrhein-westfälischen Dienststellen rund um die Uhr an der Auswertung von Dateien eines kriminellen Netzes, das sich über ganz Deutschland erstreckt. Die Ermittlungsgruppe "Berg" sucht in Chats und Unmengen bei Verdächtigen beschlagnahmten Dateien nach Belegen für Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch. Dabei geht es nicht um ein zentral organisiertes Missbrauchsnetzwerk, sondern um die digitale Vernetzung einer Vielzahl von Tätern, darunter Familienväter.

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