AFP, Jan Woitas

DGB fordert Bezahlung nach Tariflohn auf sozialem Arbeitsmarkt

17.07.2018

Berlin (AFP) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, dass Langzeitarbeitslose nach Tariflohn bezahlt werden, wenn sie auf dem von der Bundesregierung geplanten sozialen Arbeitsmarkt beschäftigt sind. "Es reicht nicht, wenn Betriebe für die geförderten Personen nur den Mindestlohn erstattet bekommen, es sollte der Tariflohn sein", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Das Gesetz zum sozialen Arbeitsmarkt soll am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Gefördert werden sollen nach den Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Menschen, die innerhalb von sieben Jahren mindestens sechs Jahre arbeitslos waren. Zielgruppe sind zu einem großen Teil Arbeitslose zwischen 50 und 65 Jahren. Sie sollen sozialversicherungspflichtige Jobs in der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen oder Kommunen erhalten.

Geplant ist ein abschmelzender Lohnzuschuss über einen Zeitraum von fünf Jahren: In den ersten beiden Jahren soll der Zuschuss 100 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes betragen. In den folgenden drei Jahren sinkt der Zuschuss jeweils um zehn Prozentpunkte, sodass im letzten Förderjahr 70 Prozent erreicht werden.

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