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Umweltbewusst leben: "Nichts tun ist nachhaltig!"

19.02.2020

Der Kampf gegen die Plastikflut ist ein großes Thema. "Trotz immer steigenden Umweltbewusstseins der Menschen in Umfragen ist zwischen 1991 und 2016 leider eine Zunahme von mehr als 88 Prozent an Verpackungsmüll in Deutschland zu verzeichnen und dies trotz der 1991 in Kraft getretenen Verpackungsverordnung", weiß Stefan Schweiger, Autor von "Plastik. Der große Irrtum" (Riva). Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt er, wie man den Konsum im Alltag reduzieren kann.

Richtig einkaufen

Zunächst merkt Schweiger an: "Meines Erachtens sollte nicht alle Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft auf den Konsumenten abgewälzt werden." Dennoch kann sich ein Besuch in sogenannten Unverpackt-Läden lohnen. Den Kauf von Plastik- und Papiertüten kann man umgehen, indem man eigene Taschen oder Rucksäcke mitbringt. Zudem appelliert der Autor, dass man Mogelpackungen mit viel Verpackungsmaterial und wenig Inhalt grundsätzlich "verunmöglichen" sollte.

Haushalt und Kosmetik

Auch im Haushalt produzieren wir Unmengen an Abfall und Plastikmüll. Das lasse sich jedoch, so Schweiger, "relativ leicht" vermeiden, "indem man weniger kurzlebige Produkte aus Kunststoffen kauft". Trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen: "Die Alternativen zu Plastikprodukten sind nicht zwingend immer die ökologisch nachhaltigere Variante." Glas beispielsweise benötigt viele Rohstoffe in der Produktion. Recyceln und wiederverwenden lohnt sich hingegen mehr.

Wie beim Haushalt sollte man auch bei Beauty- und Kosmetikprodukten stets darauf achten, "dass die Verpackungen der Pflegeprodukte möglichst weiß sind, damit sie besser wiederverwertet werden können".

"Nichts tun, das ist nachhaltig!"

Neben dem Coffee-To-Go-Becher, gegen dessen Verbrauch man laut Schweiger im Idealfall politisch votieren sollte, empfiehlt der Autor unterwegs das Konsumieren allgemein zu vermeiden: "Nichts tun, nichts kaufen, nichts konsumieren, das ist nachhaltig!"

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