AFP, SAUL LOEB

Sessions bestreitet Absprachen mit Moskau im Wahlkampf

13.06.2017

Washington (AFP) - US-Justizminister Jeff Sessions hat bestritten, während des Wahlkampfs irgendwelche Absprachen mit der russischen Regierung getroffen zu haben. Während einer Anhörung am 
Dienstag durch den Geheimdienstausschuss des Senats sagte er, er habe nie mit russischen Regierungsmitarbeitern über "igendwelche Arten von Einmischungen in irgendwelche Kampagnen oder Wahlen" gesprochen. Auch wisse er nichts davon, dass andere Trump-Mitarbeiter solche Gespräche geführt hätten.

Der Minister bezeichnete den Verdacht, er könne an illegalen Absprachen mit Moskau beteiligt gewesen sein, als eine "schockierende und abscheuliche Lüge". 

Sessions hatte Anfang März wegen Befangenheit formell seinen Rückzug aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre erklärt. Zuvor war herausgekommen, dass er während seines Nominierungsverfahrens zwei Treffen mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, unerwähnt gelassen hatte. Diese Begegnungen bestätigte der Justizminister seinerzeit erst, nachdem die Medien darüber berichtet hatten.

Zuletzt hatten Medienberichte für Wirbel gesorgt, wonach es ein bislang nicht bekanntes drittes Treffen zwischen Sessions und Kisljak im vergangenen Jahr gegeben haben soll. Dieses soll im April am Rande einer Trump-Rede in Washington stattgefunden haben.

Sessions sagte dazu in der Anhörung, er könne sich an keine Begegnungen mit russischen Regierungsvertretern während dieser Veranstaltung erinnern. Wenn es einen "kurzen Austausch" mit russischen Regierungsmitarbeitern während des damaligen Empfangs gegeben haben sollte, sei ihm davon nichts haften geblieben. Sessions war damals als Wahlkampfberater Trumps tätig.

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