AFP, Armin Weigel

Razzia in Audi-Zentrale wegen Diesel-Betrugssoftware

06.02.2018

Ingolstadt (AFP) - Ermittler haben erneut die Konzernzentrale von Audi wegen manipulierter Abgaswerte bei Dieselautos durchsucht. Der Konzern stehe im Verdacht, bei mindestens 210.000 Fahrzeugen für den europäischen und den US-Markt betrogen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft München II am Dienstag mit. Neben der Zentrale im bayerischen Ingolstadt wurden in Baden-Württemberg auch Büros am Standort Neckarsulm sowie eine Privatwohnung durchsucht.

Die Konzernzentrale war bereits im vergangenen März durchsucht worden. Gegenstand der Durchsuchungen sind erneut V6-Drei-Liter-Dieselmotoren ab Lieferjahr 2009, diesmal geht es allerdings auch um Autos, die in Europa verkauft wurden. Insgesamt gibt es laut Mitteilung nun 14 Verdächtige - darunter seien allerdings keine aktuellen oder ehemaligen Vorstände.

Erst am vergangenen Mittwoch hatten die Ermittler die Wohnungen von sechs aktuellen oder ehemaligen Audi-Mitarbeitern durchsucht.

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