(dmr/spot), Facebook.com/tele5.de

Darum erhitzt dieses Tele 5-Plakat aktuell die Gemüter

17.04.2018

Wer hätte gedacht, dass ein Plakat, auf dem sich zwei Männer küssen, 2018 noch kommentiert werden muss? Das fragt sich in diesen Tagen nicht nur der Sender Tele 5, sondern auch etliche Internet-User. Denn die neue Werbekampagne von Tele 5 zeigt die beiden Comedians Oliver Kalkofe (52, "SchleFaZ") und Peter Rütten (55, "Sharknado 3: Oh Hell No!") beim Küssen mit dem Motto: "Anders ist besser". Eine Aktion, die offenbar nicht bei allen gut ankommt. Die traurigen Reaktionen unter anderem: Homophobe und beleidigende User-Kommentare.

"Die Keimzelle für neues Leben ist immer noch die Liebe zwischen Mann und Frau", ist etwa in den Kommentaren auf der Facebook-Seite des Senders zu lesen. "Ihh... geht ja mal gar nicht", heißt es anderer Stelle. Kommentare, die sich Oliver Kalkofe nicht gefallen lässt. "Wer hätte gedacht, dass es noch immer so viel dumme, ignorante und generell ziemlich abscheulich denkende Menschen hier gibt? Immer wieder beängstigend", twitterte der 55-Jährige.

Die meisten Kommentare sind aber positiv

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung stellte Kalkofe außerdem klar: "Unser Plakat ist weder ein Motiv, das zu irgendwelchen sexuellen Handlungen, zur Homosexualität oder sonst was aufruft." Es sei einfach ein Bild von zwei alten Männern, die sich einen Kuss geben "und sich somit ihre Sympathie, Freundschaft und Liebe bekunden. Ende. Aus", kommentierte der TV-Moderator weiter. Kalkofe und Rütten moderieren seit 2013 die Filmsatire-Sendung "SchleFaZ" ("Schlechteste Filme aller Zeiten") bei Tele 5.

Womöglich ein kleiner Trost: Die meisten der Kommentare zu der Werbe-Aktion sind positiv. "Tolles Plakat" oder "Ihr seid die Besten", loben etwa die User. Einige Paare ahmen Kalkofe und Rütten sogar nach, fotografieren sich vor den Plakaten und posten diese im Rahmen eines Gewinnspiels auf Facebook. Sie wissen immerhin: Ein simpler Kuss zwischen zwei Männern sollte heutzutage nicht mehr für Kommentare unter der Gürtellinie sorgen.