AFP, Jörg Carstensen

Schulz bedauert Abtauchen nach seiner Nominierung

21.06.2017

Berlin (AFP) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat bedauert, nach seiner Nominierung zunächst zu wenig präsent gewesen zu sein. "Ich hätte durchziehen müssen", sagte er dem Magazin "stern". Schulz begründete sein Verhalten damit, dass ihm der damalige Hype um seine Person peinlich gewesen sei.

"Ich habe mich damit nicht wohlgefühlt", sagte der SPD-Chef, der damals teilweise als "Gottkanzler" oder "geile Sau" bezeichnet worden war. Es sei jedoch trotzdem ein Fehler gewesen, sich deswegen zurückzunehmen.

Mit Blick auf den weiteren Wahlkampf äußerte sich Schulz gleichwohl optimistisch: "Ich sage den Satz immer noch ganz selbstbewusst: Ich will Bundeskanzler werden." Dafür werde er kämpfen. Zwar sei die SPD derzeit "noch in stürmischer See", aber "am Horizont lichten sich die Wolken."

In Umfragen ist die SPD inzwischen wieder weit hinter CDU/CSU zurückgefallen. Auch im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt Schulz hinten.

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