AFP, Tobias SCHWARZ

Panda-Pärchen für Berliner Zoo aus China eingetroffen

24.06.2017

Berlin (AFP) - Schätzchen und Träumchen sind in Berlin angekommen: Eine Frachtmaschine der Lufthansa mit dem Panda-Pärchen an Bord landete am Samstagnachmittag in Berlin-Schönefeld. Empfangen wurden die Bären wie Staatsgäste von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und dem chinesischen Botschafter Shi Mingde. Im Juli sollen sie der Öffentlichkeit präsentiert werden. 

Die Maschine der Lufthansa war am Freitag im chinesischen Chengdu gestartet. An Bord waren neben dem Panda-Weibchen Meng Meng (Träumchen) und dem Männchen Jiao Qing (Schätzchen) auch zwei chinesische Tierpfleger und der Berliner Zootierarzt sowie eine Tonne Bambus - das Nahrungsmittel der Pandas. 

Meng Meng und Jiao Qing landeten mit leichter Verspätung. Die Piloten schwenkten noch auf der Rollbahn die deutsche und die chinesische Flagge. Dann wurden die beiden Kisten mit dem vierjährigen Weibchen und dem siebenjährigen Männchen entladen. 

Das Panda-Pärchen ist eine auf 15 Jahre angelegte Leihgabe Chinas. Der Berliner Zoo zahlt dafür 920.000 Euro jährlich. Das Geld fließt zu 70 Prozent in den Schutz wild lebender Pandas. Weitere 20 Prozent gehen an die Chengdu Panda Base, eine Zuchtstation in der zentralen Provinz Sichuan. Der Zoo bringt die Summe mit Hilfe von Spenden und Sponsoren auf.

Zudem flossen zehn Millionen Euro in die neue Unterkunft namens Panda Garden. Die Anlage besteht aus zwei miteinander verbundenen Außen- und Innengehegen, zudem gibt es einen eigenen Kletterwald für Träumchen und Schätzchen. Zunächst aber kommen die Bären in Quarantäne, um sich in ihrer neuen Umgebung einzugewöhnen.

Am 5. Juli besuchen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Präsident Xi Jinping die Tiere. Danach werden die Pandas der Öffentlichkeit präsentiert. 

Der Große Panda gehört mit weniger als 2000 Tieren in freier Wildbahn zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Nur wenige Zoos weltweit können ihr Publikum mit den Bambusfressern locken, darunter ist derzeit keiner in Deutschland. China betrachtet die Ausleihe der Tiere als besondere Freundschaftsbekundung. Das Verleihen von Pandas gilt Peking als Geste des Wohlwollens - die Rede ist auch von Panda-Diplomatie.

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