AFP, Max Rumpenhorst

EU-Kommission legt Aktionsplan für grünen Finanzmarkt vor

08.03.2018

Brüssel (AFP) - Die EU-Kommission plant neue Regelungen für den Finanzmarkt, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Finanzsektor mehr zum Kampf gegen Umweltprobleme beitragen muss", sagte Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovksis am Donnerstag in Brüssel. Der lettische EU-Kommissar stellte einen Aktionsplan vor, der bis Ende 2019 eine Reihe von Gesetzgebungsverfahren vorsieht, um grüne Investitionen zu fördern.

Einen ersten Gesetzesentwurf werde die Kommission im Mai vorlegen, um zunächst zu definieren was unter "Green Finance" fällt. Dafür soll ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, der es erlauben würde Finanzprodukte entsprechend ihres "grünen" Potenzials zu klassifiziert.

Anschließend soll ein Finanz-Ökolabel für Finanzprodukte eingeführt werden. So könnten Vermögensverwalter und institutionelle Anleger dazu angehalten werden, Nachhaltigkeit als wichtiges Kriterium bei Finanzgeschäften anzuerkennen.

Der angekündigte Plan der Kommission folgt in etwa den Ergebnissen einer Gruppe von Fachleuten, die im Januar im Auftrag der Kommission mögliche Maßnahmen für "Green Finance" vorgelegt hatte. Manche Aspekte seien allerdings noch ungenau, "insbesondere bei der Frage der Transparenz", sagte Pascal Canfin von der Umweltorganisation WWF der Nachrichtenagentur AFP. Canfin gehört zu den von der Kommission beauftragten Fachleuten.

Das Thema steht außerdem auf der Agenda einer Konferenz in Brüssel am 22. März zum Auftakt des Europa-Gipfels. Neben Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden daran auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der UNO-Klimabeauftragte Michael Bloomberg teilnehmen.

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