AFP, Julian Stratenschulte

EU-Einigung bei Zielvorgabe für Anteil erneuerbarer Energien

14.06.2018

Brüssel (AFP) - Bis 2030 muss knapp ein Drittel der in der EU genutzten Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Auf diese Vorgabe einigten sich das Europaparlament und die Mitgliedstaaten bei Verhandlungen in Brüssel, wie EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete am Donnerstag mitteilte. Die Unterhändler beschlossen außerdem einen phasenweisen Ausstieg aus der Verwendung von Palmöl in Biosprit bis 2030.

Das Europaparlament hatte den Vorschlag der Kommission für ein umfassendes Energiesparpaket im Januar grundsätzlich gebilligt, aber erhebliche Nachbesserungen gefordert. Den Anteil erneuerbarer Energien wollte das Parlament auf 35 Prozent anheben, die Kommission lediglich auf 27 Prozent. Mit den Mitgliedsstaaten einigte sich das Parlament nun auf 32 Prozent mit Revisionsklausel - in fünf Jahren könnte das Ziel noch einmal angehoben werden.

Eine Einigung gab es auch bei der von Umweltschützern wegen der Rodung ganzer Wälder heftig kritisierten Verwendung von Palmöl in Biosprit. Bis 2030 soll in der EU kein Palmöl mehr im Transportwesen genutzt werden.

Keinen Kompromiss fanden die Unterhändler hingegen bei Vorgaben zur Energieeffizienz. Nach dem Willen des Europaparlaments sollen bis 2030 die Zielvorgaben für Einsparungen durch bessere Energieeffizienz auf 35 Prozent erhöht werden. Den Mitgliedstaaten erschien dieses Ziel zu ambitioniert.

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