AFP, Jaime Reina

Drei Deutsche durch Unwetter auf Mallorca getötet

11.10.2018

Palma de Mallorca (AFP) - Bei dem schweren Unwetter auf Mallorca sind nach Angaben der spanischen Behörden drei Deutsche getötet worden. Ein Sprecher der Guardia Civil teilte am Donnerstagabend mit, auch ein deutscher Journalist sei ums Leben gekommen. Zuvor hatte der Notdienst der Balearen bestätigt, dass es sich bei einem tot aufgefundenen Paar ebenfalls um zwei Deutsche handelte. Ihre Leichen waren unweit ihres Autos in der Nähe der Ortschaft Artà entdeckt worden.

Heftiger Regen hatte am Dienstagabend den Nordosten der spanischen Urlaubsinsel heimgesucht. Binnen weniger Stunden fielen rund 220 Liter Regen pro Quadratmeter, Häuser wurden geflutet, Autos weggespült. Insgesamt gab es nach bisherigen Angaben zwölf Todesopfer, unter ihnen noch weitere Ausländer.

Bei dem getöteten deutschen Journalisten handelt es sich um einen Reporter der "Neuen Presse". Wie die Hannoveraner Tageszeitung am Donnerstag online meldete, war der 57-jährige Andreas Körlin während seines Urlaubs auf der Mittelmeerinsel am Dienstag von dem Unwetter überrascht worden. 

Er sei an jenem Tag im Auto auf dem Weg zum Flughafen von Palma gewesen, um dort eine Bekannte abzuholen, berichtete die "Neue Presse". Dabei passierte Körlin den Angaben zufolge auch den Ort Sant Llorenç des Cardassar, der am schwersten von dem Unwetter betroffen war. Er war seitdem nicht mehr erreichbar gewesen und wurde als vermisst gemeldet. Sein Leichnam wurde schließlich am Donnerstag identifiziert.

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